Bewegung im Unterricht

In der Grundschule und gerade im Schuleingangsbereich lernen Kinder besser, wenn der Lernprozess ganzheitlich gestaltet ist. Je mehr Sinne angesprochen werden, desto besser können Informationen aufgenommen, verarbeitet und gespeichert werden. Kinder lernen zunächst über die handelnde, dann über die bildliche und schließlich über die symbolische Ebene. Gerade auf der ersten Ebene kommt dem bewegten Lernen eine entscheidene Rolle zu.

Beispiele aus der Praxis (Deutsch / Mathematik)

– Einführung eines neuen Buchstabens: der Buchstabe wird in seiner Form auf dem Boden nachge gangen bzw. nachgespurt

– Silbenlesen: die gebildeten Silben werden anzahlmäßig in Schreibrichtung abgeschritten

– Rechenoperationen handelnd durchführen: dazu tun/ wegnehmen mit Personen oder Gegeständen

– Rechensituationen spielen und handelnd durchführen

 

Bewegung im Unterricht entsteht gleichermaßen aber auch durch unterschiedliche Unterrichtsformen. Der Wechsel zwischen Kreisgespräch und Partner-oder Gruppenarbeit ist ebenso mit Bewegung verbunden wie Stationsbetriebe oder Projektarbeit.

Bewegung unterstützt aber nicht nur die kognitiven Lernprozesse, sondern lenkt durch aktive Bewegungspausen oder Entspannungspausen das Augenmerk auf die nächsten Sachverhalte. Zu diesen aktiven Pausen zählen Bewegungslieder  oder – verse, Bewegungsgeschichten oder einfache motorische Übungen zur Lockerung und Entspannung.

Beim bewegten Unterricht  wird das traditionelle Lernen durch  Formen des bewegten Lernens ergänzt. Ein ausgewogener Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, also zwischen Ruhe und Bewegung  sowie von geistiger und körperlicher Aktivität findet in unserem Unterricht besondere Beachtung.